Reinigung von Stolpersteinen
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Stolpersteine

Erinnerungskultur pflegen: Stolpersteine SPD-Kleve übernimmt Patenschaft für Stolpersteine Die SPD Kleve hat die Patenschaft für Stolpersteine an der Lindenallee übernommen. Unsere Ortsvereinsvorsitzende Meliha Zari und unser Sprecher im Kulturausschuss Daniel Boumanns machten sich in dieser Woche an die Arbeit zur Stolpersteinreinigung. Die Stolpersteine sind Symbol des Gedenkens an jüdische Mitbürger, die Opfer des Nationalsozialismus in…

SOS-Kinderdorf: Besuch von der Klevet SPD
Allgemein

SOS-Kinderdorf

Mitglieder der SPD Kleve tauschten sich in dieser Woche zusammen mit dem Europakandidaten der SPD für den Kreis Kleve Michael Mölders mit dem Einrichtungsleiter Peter Schönrock persönlich über die vielfältigen SOS-Arbeitsbereiche aus.

Zwischen den Wahlen stelle sich Europakandidat Michael Mölders vor. Die Mitglieder bekamen weiter einen Eindruck aus der Fraktionsarbeit und dem Verlauf der Veantaltungen zum Klever Dialog.

Den Bericht gibt es hier: https://spd-kleve.de/spd-vor-ort/vorstand/

Klever Dialog - Impuls der Klever SPD

Eine Veranstaltungsreihe Der Klever SPD

Die SPD Kleve diskutiert öffentlich mit Vertretern aus Politik und Gesellschaft politisch interessante Themen. Damit sollen Impulse für die poli tische Arbeit gesetzt werden.
Im Frühjahr 2023 startete die Reihe mit dem Thema „Offener Ganztag- Bildungsgerechtigkeit: Was ist es uns wert?“
Im Herbst 2023 folgte der 2. Klever Dialog zum Thema: „Luxus Familie – Wer kann sich das noch leisten?

Klever Helden -wertschätzung im Ehrenamt
Besucherrekord beim 3. Klever Dialog der Klever SPD

3. Klever Dialog
3. Klever Dialog Foto: Markus van Offern

Die SPD Kleve veranstaltete nun zum dritten Mal das Veranstaltungsformat Klever Dialog.
Mit dem Thema „Wertschätzung im Ehrenamt“ scheinen die Sozialdemokraten den Zeitgeist getroffen zu haben, denn über 150 Leute fanden den Weg zur Klever Stadthalle. Nicht nur 16 Vereine stellten sich und ihre Arbeit an Infotischen vor, sondern in zwei Talkrunden verfolgten die Gäste kompetente Vertreter des Ehrenamts und der Ehrenamtsunterstützer.

Hier gibt es den Bericht zur Veranstaltung:
3. Klever Dialog- Ehrenamt (spd-kleve.de)

Haushaltsberatungen 2024

SPD- Fraktion stellt Anträge zum Haushalt der Stadt Kleve.

Sharkilah Nakakeeto schreibt Geschichte bei der SPD

Interview mit der nrz.de (Funke Medien Gruppe)
Sharkilah Nakakeeto - Vorsitzende der KLever SPD
Sharkilah Nakakeeto – Vorsitzende der Klever SPD

Junge Menschen dürfen in der Politik doch sowieso nichts sagen! Das dachte auch Sharkilah Nakakeeto, bis sie mit 18 Jahren zum ersten Mal an einem Treffen der Klever SPD teilnahm. „Wo bin ich hier denn gelandet?“, fragte sie sich überrascht. Die Leute interessierten sich für sie, fragten sie nach ihrer Meinung. Seitdem weiß sie, dass junge Menschen in der Politik sehr wohl etwas sagen dürfen, mehr noch, etwas bewirken können. Mittlerweile ist sie nicht nur stellvertretendes Mitglied im Klever Integrationsrat, sondern auch die jüngste Vorsitzende in der Geschichte der Klever SPD.

Wann haben Sie gedacht: „Ich möchte mich politisch engagieren“?

Angefangen hat alles mit meiner Mutter, die damals für die SPD im Integrationsrat tätig war. Sie hat mir erzählt, dass Politik hier in Deutschland ganz anders ist als in unserem Heimatland Uganda. Dort wird Politik nur von Älteren gemacht, Kinder und Jugendliche können nicht mitreden. Anders als in Deutschland, wo jeder partizipieren darf. Im Jahr 2016 wurde ich zu einer Veranstaltung über Windenergie im Rahmen der SPD eingeladen. Wie ich dort dann aufgenommen wurde, das hat mich richtig überrascht. Die Leute waren bodenständig und haben mich nach meiner Meinung gefragt! Kurz danach bin ich Mitglied bei der SPD geworden.

Und nun sind Sie die jüngste Vorsitzende in der Geschichte des SPD-Ortsvereins Kleve. Wächst gerade mit Ihnen eine neue Generation heran, die nicht mehr so politikverdrossen ist wie die vorherige?

Ich glaube, dass immer noch viele Leute denken, Politik sei nichts für Jüngere. Wie oft sitze ich da, grübele über ein Thema und denke: Wir hätten einen Antrag stellen, eine Demo organisieren oder auch einfach nur eine Diskussionsrunde halten können. Aber es fehlen noch immer junge Leute, die sich dafür einsetzen. Und trotzdem hat sich tatsächlich schon einiges getan, vor allem wegen Greta Thunberg und Fridays-For-Future. Dadurch haben viele gesehen, dass auch Jüngere etwas bewirken können, und sich selbst getraut, aktiv zu werden.

Wie lassen sich in Zukunft noch mehr junge Menschen für Politik begeistern?

Zum einen geht’s viel um die Repräsentation der Parteien. Wenn man bei politischen Veranstaltungen nur Ältere sieht, denkt man nicht, dass dort auch Jüngere partizipieren können. Mehr Diversität und Gleichberechtigung müssen alle Parteien zeigen. Zum anderen sollte man nicht direkt an die „große Politik“ denken, das schreckt nur ab. Politik fängt schon im Kleinen an, zum Beispiel bei dem Thema, dass es bei uns in Kleve nachts zu dunkel ist und wir mehr Lampen brauchen. Wenn man über solche Dinge ins Gespräch kommt, melden sich viele direkt zu Wort und sagen, wo es sonst noch mehr Lampen bräuchte.

Der Frauenanteil im aktuellen NRW-Landtag liegt bei gerade einmal 27,6 Prozent. Woran liegt das Ihrer Meinung nach?

Ich glaube, dass es so wie bei der jüngeren Generation ist. Wenn man keine Vorbilder hat, traut man sich auch nicht. Bei mir persönlich war es meine Mama, die mir gezeigt hat, dass Frauen in der Politik sein können.

Ist eine Frauenquote also die Lösung?

Wenn die Positionen nur mit Frauen besetzt werden, weil es die Quote so vorschreibt, kann das schief gehen. Denn das gibt anderen Menschen kaum die Möglichkeit sich zu beweisen, wenn man nur für eine Quote gewählt worden ist, anstatt aufgrund seiner Fähigkeiten. Aber leider brauchen wir aktuell noch eine Geschlechterquote, damit sich überhaupt etwas ändert, deshalb bin ich letztendlich dafür.

Was sind Ihre Schwerpunktthemen, für die Sie sich einsetzen möchten?

Ich möchte mich für mehr Gleichberechtigung und Diversität in der Politik einsetzen, deshalb bin ich auch seit zwei Jahren im Integrationsrat. Deutschland ist ein vielfältiges und diverses Land, das muss sich auch in den politischen Positionen widerspiegeln. Alle Menschen sollen dieselben Chancen im Leben haben, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft.

Sie sind mit fünf Jahren mit ihrer Mutter aus Uganda nach Deutschland gekommen. Wie haben Sie die ersten Jahre hier erlebt?

Dank des Mannes meiner Mutter und der Klassenlehrerin in der Grundschule konnte ich mich schnell integrieren. Aber viele haben das nicht, wenn sie herkommen. Wenn es mehr Leute im Integrationsrat geben würde, die beispielsweise die jeweilige Muttersprache sprechen, könnte den Menschen vor Ort viel besser geholfen werden. Viele wussten beispielsweise auch vor zwei Jahren nicht, dass es eine Kommunalwahl gibt. Ich habe damals ein Wahlplakat von mir aufgehängt und viele Menschen mit kulturell diversem Hintergrund sind danach zu mir gekommen, um zu sagen, dass sie das toll finden und überhaupt nicht wussten, dass sie auch an der Politik partizipieren können.

Sie haben in Ihrer Jugend für einige Jahre auch in anderen Ländern gelebt. Wie kam es dazu?

Ich war lange das einzige Schwarze Mädchen in der Schule und konnte mit niemandem außer meiner Mutter über meine Kultur sprechen. Ich hatte mich selbst verloren. Deshalb bin ich 2010 für mehr als ein halbes Jahr auf ein Internat in Uganda gegangen, was so schön für mich war, da ich ich von meiner Kultur umgeben war und mich nicht mehr so alleine fühlte! Danach wollte ich aber noch nicht wieder nach Hause und habe stattdessen bis 2015 bei meiner Tante in England gelebt. Das war auch ein toller Lebensabschnitt, weil dort so viele verschiedene Kulturen aufeinandertreffen.

Am Ende sind Sie aber doch wieder in ihre Heimat Kleve zurückgekehrt. Was macht den Niederrhein so besonders?

Irgendwann hatte ich Heimweh, weil Deutschland (neben Uganda) mein Zuhause ist und ich die deutsche Kultur vermisste. Kleve ist eine so kleine Stadt, dass man schon die kleinsten Veränderungen sehen kann. Als ich zum Beispiel 2015 zurückgekommen bin, habe ich sofort gemerkt, dass Kleve vielfältiger geworden war.

Was wünschen Sie sich für die Region?

Die Menschen sollten verstehen, dass man hier wirklich etwas bewirken kann. Was ich an Kleve so liebe, ist, dass niemand unerreichbar ist. Man traut sich hier auch mal einen Brief an den Bürgermeister oder an eine Partei zu schreiben. Das nehmen wir als selbstverständlich hin, genauso wie in England, wo man sogar die Möglichkeit hat Parlamentsmitglieder anzuschreiben und zu treffen. In Uganda ist das leider nicht so. Außerdem wünsche ich mir, dass die Parteien weiterhin gut zusammenarbeiten. Klar, jede Partei hat eigene Ziele, aber nur zusammen können wir uns für einen besseren Niederrhein einsetzen.

Sharkilah Nakakeeto Ortsvereinsvorsitzende SPD-Kleve
Sharkilah Nakakeeto Ortsvereinsvorsitzende SPD-Kleve