Jedem Kind ein Schwimmangebot

Antrag 041/Xl Projekt Jedem Kind ein Schwimmangebot: Kostenlose Schwimmkurse in den Schulferien 2021/2022

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Kleve beantragt nach GO NRW § 60 in der Sitzung des
Rates der Stadt Kleve am 23.06.2021 folgenden Dringlichkeitsbeschluss zu fassen:

  1. Die Stadt Kleve initiiert kurzfristig das Projekt „Jedem Kind ein Schwimmangebot“.
  2. Das Projekt ermöglicht die Ausweisung von festgelegten Zeiten im Schwimmer- und Kinderbecken im Innenbereich des Sternbuschbades Kleve für Intensiv-Kinderschwimmkurse in den Schulferien 2021/2022 (z.B. Zeitfenster nach dem Frühschwimmen von 9:00 Uhr bis ca. 10:00 Uhr, evtl. ein weiteres Angebot am Nachmittag). Das Schwimmbad der Marienschule Kleve sollte ebenfalls in dieses Projekt eingebunden werden, um zusätzliche Kapazitäten zu schaffen.
  3. Als Anbieter sollen hierzu kurzfristig Klever Vereine bzw. Träger, die Schwimmsport anbieten, sowie Personen, die Schwimmkurse leiten können, gewonnen werden.
  4. Übungsleiter erhalten für ihr Engagement im Rahmen dieses Projektes eine Vergütung im Rahmen der Übungsleiterpauschale.
  5. Die entstehenden Kosten für die Schwimmbadnutzung und Übungsleiter trägt die Stadt Kleve.
  6. Zur kostenlosen Teilnahme berechtigt sind alle Kinder mit Wohnsitz in Kleve, die momentan nicht an einem bestehenden Schwimmunterricht außerhalb des Schulunterrichts teilnehmen.
  7. Das Anmelde- und Zugangsverfahren muss den Klever Eltern und Kindern auf einfachem Wege zugänglich sein.
  8. Die Stadt Kleve klärt kurzfristig die Anzahl der benötigten Plätze durch Abfrage bei den Klever Eltern.
  9. Die Stadt Kleve prüft, inwieweit hierzu Fördermittel aus dem Aktionsprogramm des Bundes „Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ genutzt werden können.

Für den unwahrscheinlichen Fall, dass eine Dringlichkeitsentscheidung nicht möglich ist, stellen wir diesen Antrag entsprechend zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 30.06.2021. Aufgrund der in Kürze anstehenden Ferien, würden allerdings durch eine weitere Aufschiebung Nachteile für die Förderung der Schwimmfähigkeit der Kinder entstehen.

Begründung:

Mit der Wiedereröffnung der Schwimmbäder endet eine lange Zeit ohne Schwimmkurse, ohne Schulschwimmen und ohne Schwimmen in Vereinen. Wir gehen davon aus, dass dadurch ein Großteil der Kinder ihre Schwimmfähigkeit nicht erlernen konnten. Der im Lehrplan vorgesehene Schwimmunterricht in der 2. Grundschulklasse konnte ebenfalls nicht stattfinden, so dass mit doppelter Jahrgangsnachfrage zu rechnen ist. Kinder, die wegen der Pandemie bestehende Kurse unterbrechen mussten, konnten die regelmäßige Übung nicht fortsetzen oder Routinen ausbauen. Der Rückstand und die Länge der Wartelisten sind groß. Eltern werden über einen langen Zeitraum kein Angebot für ihre Kinder erhalten. Andere Familien wiederum können sich die Kursangebote nicht leisten.

Die Zielsetzung aller Entscheidungsträger muss sein, dass möglichst viele Kinder das Schwimmen lernen können. Dazu bedarf es nach den durch Corona bedingten Herausforderungen einer gemeinsamen Anstrengung von Politik, Stadt, Schulen, Kindergärten, Vereinen und Eltern. Die Klever Vereine und Träger, die Schwimmsport anbieten, sowie Personen, die Schwimmkurse leiten können, sollten hierzu kurzfristig als Partner und Angebotsanbieter für zusätzliche Schwimmkurse gewonnen werden. Das Sternbuschbad und das Schwimmbad an der Marienschule müssen die Möglichkeit bekommen, die kompletten Sommer- und Herbstferien 2021 und in den Oster-, Sommer- und Herbstferien 2022 Intensivschwimmkurse zu festgelegten Zeiten anbieten zu können. Hierzu erscheint uns mindestens ein Zeitfenster am Vormittag und ein Angebot am Nachmittag sinnvoll zu sein. Je mehr Zeiten für die Schwimmförderung bereitgestellt werden können, desto mehr Kinder können von den Angeboten profitieren. Eine Vergütung der Lehrpersonen im Rahmen der Übungsleiterpauschale soll zudem Anreiz sein, auch kurzfristig Freiwillige für das Projekt zu gewinnen und ihr Engagement anzuerkennen.

Mit diesem Antrag möchten wir kurzfristig das Projekt „Jedem Kind ein Schwimmangebot“ in Kleve initiieren und somit dazu beitragen, die Schwimmfähigkeit der Klever Kinder entscheidend zu verbessern. Es ist unser aller politischer Verantwortung, dabei zu helfen, die durch Corona bedingten Defizite aufzuholen.

Eine weitere Begründung erfolgt mündlich.

Kinder- und Jugendhilfe

Förderung von Ferien- und Freizeitangeboten für Kinder- und Jugendliche

Antrag 040/Xl Thema:. Förderung von Ferien- und Freizeitangeboten für Kinder- und Jugendliche

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Kleve beantragt zur Sitzung des Jugendhilfeausschusses am 30.06.2021,dass Vereine und Initiativen, die in die Zuständigkeit der Stadt Kleve fallen, folgende

finanzielle Förderungen außerhalb der Richtlinien zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit des Kreises Kleve und des Jugendhilfeplanes für zusätzliche Freizeit-, Ferien und Sportaktivitäten in den Schulferien NRW sowie Wochenenden außerhalb der Ferien zur Begleitung von Kindern und Jugendlichen erhalten:
  • Jeder teilnehmende Verein/Anbieter erhält eine Pauschale von 250€ pro Woche/100€ pro Wochenende für ein zusätzliches Angebot an Kinder und Jugendliche im Stadtgebiet Kleve.
  • Zusätzlich erhält der Verein/Anbieter eine Teilnahme- und Aufwandsentschädigung von 5€ je teilnehmendem Kind und ehrenamtlichen Helfer/Betreuer täglich.
  • Es ist zu prüfen, inwieweit darüber hinaus die Übernahme der Kosten für die Nutzung von Busverkehren für Ausflugsziele im Umkreis von 120km im Rahmen von Ferienmaßnahmen und Freizeitangeboten sinnvoll ist.

Diese Förderberechtigung erstreckt sich zunächst über die Laufzeit des von der Bundesregierung auferlegten Fördertopfes „Aktionsprogramm Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ in Höhe von 2 Milliarden Euro in den Jahren 2021/2022. Hierzu sind den Klever Vereinen und Initiativen öffentlich die Förderangebote, Fördervoraussetzungen und Förderhöhen darzulegen. Dieser Antrag soll unabhängig von der Entscheidungslage für den Kreis Kleve im Jugendhilfeausschuss Kleve für die Stadt Kleve beraten und entschieden werden. Denn die Stadt Kleve hat auch selbst mit ca. 12.500 Einwohnern im Alter unter 18 Jahren eine große Verantwortung für die junge Generation.

Begründung:

Kinder- und Jugendliche zählen zu den größten Verlierern der Corona-Krise. Die Auswirkungen auf junge Menschen sind anders als die finanziellen Folgen der Pandemie nicht so ohne Weiteres in Zahlen messbar. In großen Teilen der vergangenen 14 Monate waren Schulen, Kindergärten, Sportplätze, Schwimmhallen, Musikschulen und andere Freizeiteinrichtungen geschlossen. Kontaktbeschränkungen verstärkten die soziale Isolation. Dabei gilt es als erwiesen, dass gerade die Kontakte zu Gleichaltrigen entscheidend sind für die psychosoziale Entwicklung. Die notwendige Bekämpfung der Pandemie ging und geht vor allem auch zu Lasten der Kinder- und Jugendliche. Dabei geht es um vielmehr als verpassten Schulstoff; es geht um das soziale Miteinander, um Begegnungen, um körperliche Aktivitäten außerhalb des eigenen Haushaltes.

In einer Studie der Universität Hildesheim wird deutlich, „dass trotz guter sozialer Beziehungen und Kontakte die persönliche Situation von jungen Menschen oftmals mit Einsamkeitsgefühlen, Verunsicherung und Überforderung einhergeht. Es zeichnet sich beispielsweise ab, dass es auch für junge Menschen sehr herausfordernd ist, ausschließlich digital Kontakt zu halten und den Lebensalltag neu zu strukturieren.“ (S. 16 OPUS 4 | Erfahrungen und Perspektiven von jungen Menschen während der Corona-Maßnahmen (bsz-bw.de)). 

Es ist noch nicht absehbar, wann und in welcher Form Sport-, Freizeit- und Ferienaktivitäten wieder völlig „normal“ möglich sein werden. Umso wichtiger ist es, trotz weiterhin andauernden Einschränkungen, den seelischen und körperlichen Belastungen bei Kindern, Jugendlichen und Familien mit umfangreichen Angeboten und Maßnahmen im Freizeit-, Ferien- und Sportbereich zu begegnen.

Aus der Erfahrung des Sommers 2020 ist davon auszugehen, dass insbesondere Ferienmaßnahmen, nur in verkleinerten Gruppen stattfinden können. Zudem herrscht bei Vereinen und Anbietern große (auch finanzielle) Planungsunsicherheit aufgrund des Pandemiegeschehens. Es braucht eine intensive Anstrengung der Jugendämter und aller Entscheidungsträger, um das Angebot deutlich zu erweitern und auch unter Nutzung bereits vorhandener Strukturen auch noch kurzfristig corona-konforme Angebote zu schaffen. So soll z.B. auch ein Angebot für eine Kleingruppe weniger als 5 Kindern für den Anbieter und die Kinder finanziell realisierbar sein.

Die Angebote sollen zum einen schnell bei den Kindern, Jugendlichen und Familien ankommen, zum anderen aber auch noch Perspektiven im Jahr 2022 bieten. Hierzu hat die Bundesregierung vor Kurzem das „Aktionsprogramm Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche“ auf den Weg gebracht: Zwei Milliarden Euro für die Jahre 2021/2022, wovon eine Milliarde für frühkindliche Bildung, Freizeit-, Ferien- und Sportaktivitäten sowie für die Begleitung von Kindern und Jugendlichen im Alltag und in der Schule vorgesehen sind. Hiervon sollten schnellstmöglich Mittel beantragt und abgerufen werden.

Mit diesem Antrag möchten wir mehr Vereine und Anbieter ermutigen, eine Vielzahl von Angeboten für Kinder- und Jugendliche zu schaffen. Jedes Kind sollte in seiner Freizeit die Möglichkeit haben, trotz des Pandemiegeschehens die wichtigen Lebens- und Interaktionserfahrungen zu sammeln, die so entscheidend sind für eine ganze Generation und damit unserem Leben in Kleve.

Eine weitere Begründung erfolgt mündlich.

Gegen das Vergessen

Zum Gedenken an ehemalige Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kleve, die während des Nationalsozialismus verfolgt wurden, werden vom Verein „Haus der Begegnung – Beth Hamifgash“ bereits seit 2016 in Zusammenarbeit mit der Stadt Kleve Stolpersteine verlegt. Die Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig stehen als Erinnerung für uns alle dafür, dass sich die nationalsozialistische Verfolgung alltäglich in der Öffentlichkeit -auch in der eigenen Nachbarschaft in Kleve- ereignete.

Heute, am 18. Juni 2021 wurden Stolpersteine vor den Häusern der Familien Haas und Hertz verlegt, die in Kleve Opfer von Verfolgung und Terror durch die Nationalsozialisten wurden.

Fortschreibung Sportentwicklungskonzept

„Wir als SPD-Fraktion im Rat der Stadt Kleve sind der Meinung, dass die Sportpolitik in Kleve nicht nur vom Schreibtisch aus erfolgen kann. Sie muss im engen Austausch mit den beteiligten Vereinen und Sportler*innen Interessen abwägen , sowie angepasste Entwicklungen ermöglichen.“

Unterbringung und Unterstützung von obdachlosen Menschen in Kleve

Wir sehen neben den bereits vorhandenen Unterkünften und Maßnahmen für obdachlose Menschen noch weitere Unterstützungsmöglichkeiten, zu deren Prüfung wir als SPD-Fraktion im Rahmen einer Konzepterstellung anregen möchten. Hierbei handelt es sich um Schutz- und Übernachtungsangebote über die bisherigen Unterkünfte hinaus, die auch jenen obdachlosen Menschen vor allem im Winter Schutz bieten sollen, die nicht den Weg in eine der bisher vorhandenen Unterkünfte finden.

Antrag: Weiterführung der Europa-Radbahn nach Emmerich

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Kleve beantragt, die Verlängerung der Europa-Radbahn nach Emmerich. Damit unterstützt die SPD die Weiterentwicklung eines klimafreundlichen Mobilitätskonzepts für die Region Kleve.

Planungskonzept Sportzentrum Bresserberg

die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Kleve beantragt, dass die Verwaltung der Stadt Kleve beauftragt wird zur Erweiterung, Modernisierung und Sanierung des Sportzentrums Bresserberg ein Planungskonzept mit Kostenschätzung und Grobterminplan zu erstellen.
Das Plangebiet umfasst die Flächen der Tennisplätze am Bresserberg und der Stadionstraße, die Getec-Arena, die angrenzenden Kunstrasenplätze, das Hoffmannstadion und die Nebenanlagen und Grünflächen östlich des Gustav-Hoffmann-Stadions.

Wasserstofftankstelle für Kleve

die SPD- Fraktion im Rat der Stadt Kleve beantragt, die Verwaltung der Stadt Kleve möge die

Ausweisung einer verkehrsgünstigen städtischen Fläche für eine Wasserstofftankstelle prüfen.

Das Ergebnis der Überprüfung soll im Fachausschuss bis zum 31.10.2021
präsentiert werden. Die Überprüfung soll einen Austausch mit Experten sowie gegebenenfalls eine Machbarkeitsstudie beinhalten.

Sportzentrum Bresserberg

Antrag 028/XI: Aussetzung der Ratsbeschlüsse zum Sportzentrum Bresserberg bis 30.06.2021