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Einigkeit im Rat bei der Digitalisierung an den Schulen

»Unser Ziel ist es, die Digitalisierung an den Schulen, gemeinsam mit allen Fraktionen zu erreichen«, lautete der Appell, der Vorsitzenden Frau Petra Tekath, an die Mitglieder des Schulausschusses. Der Rat der Stadt Kleve ist sich einig darüber, dass im Medienentwicklungsplan beim Ausbau von Breitband und der Beschaffung von Hard- und Software an den Schulen weiter gehandelt werden muss. »Die Digitalisierung ist schneller dringender geworden«, betonte Ratsmitglied Niklas Lichtenberger. Aus diesen Gründen fanden auch die Anträge der SPD zur technischen Ausstattung an Schulen und der Bereitstellung von Tablets für Schulkinder aus bedürftigen Familien, Zuspruch im Schulausschuss.

»Es können nicht alle Schulen gleichzeitig vernetzt werden, daher werden Insellösungen geschaffen werden müssen«, ergänzte die Vorsitzende. Kurzfristig wird mit den Schulleitern über die notwendige Beschaffung und Bereitstellung bis zum Ende der Sommerferien ggf. in einer Sondersitzung oder in einem Dringlichkeitsbeschluss entschieden. Einigkeit bestand auch darin, dass zusätzlicher IT-Support notwendig ist und dass es nach Möglichkeit eine einheitliche Kommunikationsplattform geben sollte.

»Es kann auch eine digitale Hausmeisterin sein«, ergänzte Frau Annette Wier aus dem Fachbereich Schulen, Kultur und Sport. Nach einem Kommentar der GRÜNEN, der die Schnelligkeit der Verwaltung infrage stellte, stellte sich die Bürgermeisterin schützend vor die städtischen Mitarbeiter. »Die Verwaltung ist ein fleißiges Team, das diese Aufgaben schnellstmöglich bewältigen wird«, betonte Frau Sonja Northing. …

Verbesserung der digitalen Ausstattung an Klever Schulen (Anträge der SPD-Ratsfraktion)

Die Corona-Epidemie und deren Auswirkungen sind täglich zu spüren. Dies trifft in einem erheblichen Umfang Schülerinnen und Schüler, sowie deren Eltern. Kinder können nicht vollständig beschult werden, da ein Präsenzunterricht immer noch nicht für alle Kinder möglich ist und auch die digitale Ausstattung der Schulen noch erhebliche Mängel aufweist.

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Kleve hat deshalb zum Rat ‪am 06.05.2020 zwei Anträge gestellt.

Der erste Antrag soll sicherstellen, dass alle Klever Schulen spätestens bis zum Ende der Sommerferien technisch so ausgestattet werden, dass zukünftig digitaler Unterricht uneingeschränkt möglich ist.

Dies setzt voraus, dass die Schulen sowohl alle mit WLAN ausgestattet werden als auch mit entsprechender Hard- und Software. Da einige Maßnahmen mit öffentlichen Förderungsgeldern verwirklicht werden sollen, ist umgehend mit den Förderungsgebern zu klären, dass die Stadt Kleve  – im Interesse aller Klever Kinder- förderungsunschädlich die entsprechenden Maßnahmen vorziehen kann.

Der zweite Antrag soll sicherstellen, dass unsere Schulkinder mit Laptops bzw. Tablets ausgestattet werden. Der Koalitionsausschuss zwischen Union und SPD hat in der vergangenen Woche beschlossen, dass allen bedürftigen Kindern ein Zuschuss zu einem entsprechenden Endgerät gewährt wird. Da dieses Geld nicht reichen wird um ein technisch auf dem neusten Stand befindliches Endgerät individuell zu erwerben, setzen wir darauf, dass die Verwaltung bei einer Sammelbestellung einen entsprechenden Rabatt aushandeln kann. Weiter möchte die SPD-Fraktion, dass ggfs. weitergehende Kosten durch die Stadt Kleve getragen werden.

Wie schon bekannt ist, hat die Stadt Kleve im vergangenen Jahr einen Jahresüberschuss in Höhe von mehr als 8,5 Mio. EURO erwirtschaftet, der der Ausgleichsrücklage zugeführt werden kann, die dann mehr als 29 Mio. EURO betragen wird.

Insofern ist die Finanzierung sowohl der technischen Ausstattung aller Schulen, als auch die Bereitstellung von Endgeräten für die Schülerinnen und Schüler gewährleistet.

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