Gehweg Rindern
Gehweg zwischen Kerkenkamp und Spyckscher Baum
SPD fordert endlich Umsetzung des Ratsbeschlusses
Seit Jahren setzt sich die SPD in Kleve-Rindern für die Wiederherstellung des Fußweges zwischen Kerkenkamp und Spyckscher Baum entlang des Tweestroms ein. Bereits 2019 hatte der Rat der Stadt Kleve die Errichtung eines kombinierten Rad- und Fußweges beschlossen. Dennoch wurde das Projekt bis heute nicht umgesetzt.
Im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt Kleve wurde nun deutlich, dass die bislang vorgesehenen Haushaltsmittel in Höhe von 57.800 Euro aus rechtlichen Gründen nicht erneut in das Haushaltsjahr 2026 übertragen werden können. Hintergrund sind haushaltsrechtliche Vorgaben zur sogenannten Ermächtigungsübertragung.
Einfache Lösung durch Verwaltung blockiert
SPD-Ratsherr und stellvertretender Bürgermeister Josef Gietemann äußerte im Ausschuss deutliche Kritik am bisherigen Vorgehen der Verwaltung:

„Wenn die Verwaltung stringenter an die Angelegenheit herangegangen wäre, gäbe es den Weg längst.“
Josef Gietemann im Haupt- und Finanzausschuss
Nach Ansicht Gietemanns liegt das Problem nicht am politischen Willen, sondern an der Art der Antragstellung gegenüber dem Kreis Kleve. Vor Ort sei ursprünglich eine einfache Lösung vereinbart worden: ein etwa ein Meter breiter Weg mit wassergebundener Decke. Beantragt worden sei jedoch offenbar ein deutlich breiterer Ausbau mit stärkerem Eingriff in den sensiblen Bereich am Naturschutzgebiet Rindernsche Kolke.
Unterstützung durch CDU und Grüne
Auch Vertreter anderer Fraktionen unterstützten die Kritik. Gabor Klung (Grüne) erklärte im Ausschuss, dass der Kreis den Weg „so, wie er seitens der Stadtverwaltung beantragt worden sei“, nicht habe genehmigen können. Georg Hiob (CDU) dankte Josef Gietemann ausdrücklich für dessen langjährigen Einsatz und sicherte Unterstützung zu, sofern eine Umsetzung möglich sei.
Bürgermeister Markus Dahmen stellte zugleich klar, dass der Rat die Möglichkeit habe, das Projekt erneut in die Haushaltsberatungen einzubringen und neue Mittel bereitzustellen.
Für Josef Gietemann ist die Angelegenheit damit keineswegs beendet:
Es geht hier um einen kurzen Fußweg von rund 350 Metern, der früher von vielen Menschen genutzt wurde. Zahlreiche Fotos und Zeitzeugen belegen das eindeutig. Ich werde mich weiterhin dafür einsetzen, dass dieser Weg endlich wiederhergestellt wird.“

Foto: SPD-Kleve
Die SPD Kleve spricht sich weiterhin für eine pragmatische und naturschutzverträgliche Lösung aus. Ziel bleibt es, den historischen Fußweg für Spaziergängerinnen und Spaziergänger wieder nutzbar zu machen und zugleich den sensiblen Landschaftsraum zu respektieren.
