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SPD-Fraktion bleibt beim NEIN zur Sontowski-Planung

Auf Nachfrage von kleveblog.de erklärt der Fraktionsvorsitzender Alexander Frantz die Position der SPD-Fraktion im Klever Stadtrat zu den Bebauungsplänen für den Minoritenplatz:

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Kleve hat – anders als andere Fraktionen – die Planungen des Investors aufmerkam verfolgt und die Ergebnisse sehr intensiv erörtert. Sie ist, nachdem die Planungen in architektonischer und städtebaulicher Hinsicht als abgeschlossen bezeichnet wurden und der Mietbesatz bekannt wurde, schlussendlich zu dem – einstimmigen – Ergebnis gelangt, die Planungen abzulehnen. Hierbei wurden sämtliche relevanten Aspekte nochmals abgewogen. Sontowski hat jetzt keine grundlegenden Änderungen mehr angekündigt, stattdessen – recht allgemein – eine Art “emotionales Unverständnis” der Klever Bürgerschaft bemängelt. Aus Sicht der SPD-Fraktion werden demgemäss auch weitere Präsentationen seitens des Investors und/oder ein erneutes “Frage-Antwort-Spiel” im Rat nicht weiterführen. Wenn der Investor diesbezüglich jedoch weiter insistiert, so dient dies offensichtlich nur dem Zweck, mit der Planung verbundene Vorlaufkosten zu “retten”. Der Rat ist jedoch nicht dazu berufen, dem Investor dieses unternehmerische Risiko abzunehmen.“

SPD-Fraktion sagt NEIN zur Sontowski-Planung

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Kleve hat sich nach langer Diskussion gegen die Planungen des Investors Sontowski auf dem Minoritenplatz entschieden.

Die Fraktion zeigte sich enttäuscht über die Präsentation in der letzten Ratssitzung. So wurde die weitergehende architektonische Vorstellung gänzlich vermisst. Aber auch die vorgestellten Mieter konnten nicht überzeugen.

Die SPD hatte das Bauvorhaben lange ergebnisoffen begleitet und gab dem Investor somit genügend Zeit zur Erarbeitung einer zu Kleve passenden Planung. Das Ziel, durch die Bebauung eine wesentliche Attraktivitätssteigerung Kleves als Einkaufsstadt zu erreichen, ist in Augen der gesamten Fraktion klar verfehlt.

In allen Gesprächen war immer wieder darauf abgehoben worden, dass die Mieter im Objekt etwas Neues, in Kleve noch nicht Vorhandenes anbieten sollen. Dies hat sich leider nicht bestätigt.

So ist die jetzige Entscheidung die logische Konsequenz eines langen und intensiven, aber notwendigen Prozesses der Meinungsbildung.

In einer demokratischen Gesellschaft darf es jetzt – aber auch in Zukunft – kein Denkverbot geben und somit hatte die SPD Fraktion sich zu jeder Zeit an den ergebnisoffenen Diskussionen beteiligt.

Der interessierte Investor aus Erlangen hat die Chancen, die eine solche Diskussion geboten hat, nicht genutzt. Eingebrachte Ideen, wie die eforderte, optische, kleinteiligere Fassade wurden durch den Investor überhaupt nicht mehr aufgegriffen.

Der SPD-Fraktion ist Kleve aber zu wichtig, als dass sie mit den zuletzt vorgelegten Plänen eine solch zentrale Stelle wie den Minoritenplatz bebauen will.

Bürgerinformationsveranstaltung zur Minoritenplatzbebauung

Am Dienstag, 07.05.2013 um 20.00 Uhr werden Thomas Riek von der Sontowski und Partner Group und Prof. Johannes Ringel (RKW Architektur und Städtebau) den aktuellen Planentwurf für die Bebauung des Minoritenplatzes mit einem Einzelhandelsgeschäftshaus im Audimax der Hochschule Rhein-Waal den interessierten Bürgerinnen und Bürgern vorstellen.