Kinderfeuerwehr unter hauptamtlicher Leitung für Kleve
Antrag 046/XI:Einrichtung einer Kinderfeuerwehr unter hauptamtlicher Leitung

die SPD- Fraktion im Rat der Stadt Kleve beantragt, der Rat der Stadt Kleve möge beschließen,

in der Stadt Kleve eine Kinderfeuerwehr zu gründen.

Die Kinderfeuerwehr soll mit einer hauptamtlich besetzten Leitung ausgestattet werden, die den besonderen pädagogischen Anforderungen der Kinder und Jugendlichen gerecht wird.

Begründung:

Das Gesetz über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG) des Landes Nordrhein-Westfalen bietet den Städten und Gemeinden die Möglichkeit, eine Kinderfeuerwehr zu gründen. (Vgl. § 13 BHKG).

Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Kleve unterhält seit 2004 eine Jugendfeuerwehr, die für Jugendliche zwischen 10 und 18 Jahren offen ist und seither ehrenamtlich durch Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kleve betreut wird. Das Interesse an einer Mitgliedschaft bereits vor dem Alter von 10 Jahren ist groß.

Der Gesetzgeber hat durch das BHKG die Möglichkeit geschaffen, auch Kindern ab 6 Jahren die Heranführung an die Feuerwehren in Nordrhein-Westfalen zu ermöglichen. Damit können auch die „kleinsten Feuerwehrmänner- und frauen“ Mitglied in der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kleve werden.

Auszug aus dem BHKG:
„(2) In der Freiwilligen Feuerwehr können für Kinder vom vollendeten sechsten Lebensjahr  bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr Kinderfeuerwehren gebildet werden. Die Leiterin  oder der Leiter der Kinderfeuerwehr wird von der Leiterin oder dem Leiter der Feuerwehr  bestellt. Als Leiterin oder Leiter in einer Kinderfeuerwehr darf nur tätig werden, wer die hierfür erforderliche Eignung und Befähigung hat.

(3) Kinder- und Jugendfeuerwehren haben insbesondere die Aufgabe, Kinder und  Jugendliche an eine ehrenamtliche Tätigkeit in der örtlichen Gemeinschaft heranzuführen,  den Erwerb sozialer Kompetenzen zu fördern sowie den Nachwuchs der Freiwilligen  Feuerwehren zu gewinnen und heranzubilden. Die Gemeinden sollen ihnen im Rahmen  ihrer Möglichkeiten besondere Aufmerksamkeit widmen und sie fördern.“

Um dem Anforderungsprofil des Gesetzgebers nach der erforderlichen Eignung und Befähigung möglichst optimal nachzukommen und die ehrenamtliche Leistung der Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kleve nicht noch weiter zu fordern, als die umfangreichen Erfordernisse des gesamten Feuerwehrwesens es ohnehin schon tun, schlägt die SPD Fraktion im Rat der Stadt Kleve vor, für die Bildung, Leitung und pädagogische Begleitung der Kinderfeuerwehr zum Haushaltsentwurf 2022 eine hauptamtliche Stelle beim Service Center Brandschutz im Stellenplan zu schaffen.

Um qualifiziertes Personal zu finden und zur Bewerbung zu animieren, schlägt die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Kleve vor, einen Stellenumfang von mindestens 1,0 Stellen zu quantifizieren. Ggfs. können im Umfang der Stellenbeschreibung auch Aufgaben des Service Center Brandschutz, wie beispielsweise der Brandschutzerziehung, abgedeckt werden. Der Umfang der Stelle und das Stellenprofil sind mit der Leitung der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kleve abzustimmen. Sollte es durch die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kleve gewünscht sein, würde sich die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Kleve über eine Verstärkung der Personalressourcen im Bereich der Jugendfeuerwehr im Rahmen dieser Stelle freuen.

Insgesamt weisen wir darauf hin, dass sich durch die Schaffung einer Kinderfeuerwehr in der Stadt Kleve der Druck auf ehrenamtliche Betreuung durch die Freiwillige Feuerwehr wiederum erhöhen würde. Um diesen Druck zu entlasten, regen wir die hauptamtliche Besetzung an.

Für die Fraktion der Sozialdemokraten steht es außer Frage, dass die Zukunft unseren Kindern und Jugendlichen gehört. Dies hat auch die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Kleve schon 2004 erkannt und kontinuierlich in junge Menschen investiert. Mit diesem Antrag wollen wir der Feuerwehr der Stadt Kleve noch mehr Ressourcen zur Verfügung stellen, um in die Zukunft der Feuerwehr zu investieren

Eine weitere Begründung erfolgt mündlich.

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