Der 9. November hat vielerlei historische Bedeutung für die deutsche Geschichte, ebenso für die Geschichte der Stadt Kleve wie beispielweise die grausame Reichspogromnacht. Jedoch fand heute auch, im Zeichen der Demokratie, vor fünfzig Jahren die Kommunalwahl vom 9. November 1969 statt, die erste seit der kommunalen Neugliederung der Stadt Kleve. Aus den Gemeinderäten Brienen, Donsbrüggen, Griethausen, Keeken, Kellen, Materborn, Reichswalde, Rindern, Salmorth, Warbeyen und Wardhausen wurde nun das erste Mal ein gemeinsamer Stadtrat Kleve mit 41 Ratsmitgliedern gewählt.

Während dieser Kommunalwahl bestand für unsere Genossinnen und Genossen die größten Herausforderungen darin, dass alle Sozialdemokraten aus den nun ehemaligen Ortsvereinen gemeinsam und solidarisch für eine SPD Kleve zusammenarbeiteten. Zwar reichte es mit 13 Sitzen nicht für eine Ratsmehrheit und Richard van de Loo wurde als erster Bürgermeister der neuen Stadt Kleve wiedergewählt. Jedoch stellte die neu zusammengelegte SPD Kleve mit ihren Ortsvereinsvorsitzenden Helmut Mittendorf und ihren Fraktionsvorsitzenden Carl Moll wichtige Weichen für die folgenden Jahrzehnte! Die Sozialdemokraten Gerhard Cloesters, Leo Gorissen, Günther Janicki, Werner Linkner, Helmut Mittendorf, Carl Moll, Rolf Moll, Wilhelm Teuwsen, Gerhard Verhoeven, Josef Vitr, Wilhelm Weyers, Franz Wolters und die Sozialdemokratin Gerda Zahren zogen 1969 für die SPD Kleve in den Rat der Stadt Kleve ein.