Stellungnahme zur Umwandlung der Sekundarschule

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Kleve hat bereits im Mai 2016 die Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule beantragt

Zum Antrag: Antrag-Umwandlung-Sekundarschule (10.05.2016)

Stellungnahme der SPD-Fraktionsvorsitzenden und Vorsitzenden des Schulausschusses Petra Tekath zur aktuellen Schuldiskussion in der Stadt Kleve:

 

Fraktionsvorsitzende: Petra Tekath

Fraktionsvorsitzende: Petra Tekath

Warum ich für die Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule bin?

Wenn man mir diese Frage stellt, kann ich nur erwidern: gibt es eine Alternative?

Als die Sekundarschule parallel zur bestehenden Gesamtschule gegründet wurde, waren sich alle Beteiligten in der Stadt Kleve einig, dass beide Schulen mit gleichem pädagogischem und inhaltlichem Konzept arbeiten würden, dies ist bis heute ein Fakt. Wir haben also letztlich bisher auch schon zwei Gesamtschulen, nur mit zwei Namen.

Welche Nachteile hat es für die Kinder der Sekundarschule, wenn diese Schule geschlossen wird?

Zurzeit besuchen 667 Kinder die Sekundarschule, diese Kinder werden bei einer Schließung in einer Schule unterrichtet, die ausläuft. Dies bedeutet mit Sicherheit, dass sich ein Teil der Lehrer wegbewerben werden, neue Lehrer werden kaum noch hinzugewonnen werden können; wir haben dies an den ausgelaufenen Hauptschulen und an der Realschule Hoffmannallee schon erlebt.

Somit wird Unterricht ausfallen, die Leidtragenden sind die Kinder, die ggf. auch aufgrund von Lehrermangel Lernziele, die heute mühelos geschafft werden, nicht mehr erreichen können und im schlimmsten Fall noch nicht einmal mehr die Qualifikation für die Oberstufe erwerben können. Dies würde die Kinder ihr ganzes weiteres Leben verfolgen; da die Sekundarschule in den Köpfen vieler Menschen nicht angekommen ist und nach einer Schließung, auch nicht ankommen kann.

In wenigen Jahren weiß niemand mehr, dass die Sekundarschule letztlich eine Gesamtschule ohne Oberstufe war und mit solch einem Zeugnis sollen sich die Kinder später immer wieder vorstellen müssen?? Das geht gar nicht.

Der Sekundarschule wird durch die Bezirksregierung bescheinigt, dass sie auf gymnasialem Standard arbeitet, diese erfolgreiche Arbeit muss durch eine Umwandlung in eine Gesamtschule fortgesetzt werden können.

Die Aufstockung des Lehrerkollegiums durch weitere Lehrkräfte mit  Oberstufenbefähigung kann bei einer Umwandlung mühelos geschafft werden, schon jetzt gibt es an der Sekundarschule ca. 20 % Lehrkräfte mit Oberstufenbefähigung und wir haben bei der Umwandlung noch 1,5 Jahre Zeit; denn die ersten Kinder werden erst zum Schuljahresbeginn 2018/2019 in die Oberstufe kommen.

Bei einer Neugründung einer Gesamtschule muss ein neues Konzept erarbeitet werden, ein komplettes Lehrerkollegium muss neu gefunden werden, ebenso eine neue Schulleitung und das ganze bis Anfang Februar 2017, wenn die Anmeldungen stattfinden.

Das dies in den wenigen verbleibenden Wochen gelingen wird, erscheint unrealistisch. Man denke auch daran, dass vor dem Schulstart der Gesamtschule und der Sekundarschule mehr als 1,5 Jahre Vorbereitungszeit benötigt worden sind.

Die Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule ist also Alternativlos, da wo jetzt schon Gesamtschule drinsteckt soll zukünftig auch Gesamtschule draufstehen.

Bei einer Umwandlung der Sekundarschule in eine Gesamtschule würde ich mein Kind jederzeit gerne dort anmelden, wenn ich denn noch ein Viertklässlerkind hätte;  genauso wie  an allen anderen weiterführenden Schulen in unserer Stadt.

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