Erste persönliche Kontakte mit Swinemünde geknüpft

 

Swinemünde

v.r.n.l.: Willi Uttendorf, SPD Insel Usedom, Pawel Sujka, SLD,der stellvertretende Stadtpräsident von Swinemünde, Joanna Agatowska, SLD, die Vorsitzende des Stadtrates von Swinemünde und Josef Gietemann, SPD-Vorsitzender Kleve

Swinoujście (PL) / Swinemünde ist mit fast 42.000 Einwohnern die größte Stadt der Insel Usedom. Eine Delegation der Stadt Kleve, angeführt von Bürgermeister Herrn Theo Brauer, besuchte nun die Stadt an der Swine. Kleve und Swinemünde beabsichtigen eine Städtepartnerschaft. Nach der Begrüßung durch den Stadtpräsidenten, Herrn Janusz Zmurkiewicz, erfolgte ein gegenseitiger Austausch von Informationen zu beiden Städten, wobei auch erste Vorstellungen und Erwartungen an eine Städtepartnerschaft diskutiert wurden.
Der gebürtige Klever Willi Uttendorf, der heute mit seiner Frau Lidia in Swinemünde lebt, ist eine der treibenden Kräfte für diese deutsch/polnische Städtepartnerschaft. Im vergangenen Jahr stellte er in der Klever Stadtverwaltung die Stadt Swinemünde in einem Kurzreferat vor.
„Die Städtepartnerschaft ist auf einen sehr guten Weg und könnte ein nachhaltiger Beitrag zur deutsch-polnischen Freundschaft werden. Das wäre dann ein weiterer Baustein beim Zusammenwachsen Europas“, so das Resümee von Josef Gietemann, noch völlig überwältigt von den vielen herzlichen und guten Begegnungen in der polnischen Grenzstadt.

Willi Uttendorf, SPD Insel Usedom, und Josef Gietemann, SPD-Vorsitzender Kleve, knüpften am Rande eines Arbeitstreffens erste Kontakte mit sozialdemokratischen Vertretern der Stadt und des Stadtrates Swinemünde. Dabei waren Pawel Sujka, SLD, der stellvertretende Stadtpräsident von Swinemünde, und Joanna Agatowska, SLD, die Vorsitzende des Stadtrates von Swinemünde. Die Sojusz Lewicy Demokratycznej (übersetzt Bund der Demokratischen Linken – kurz SLD genannt) ist eine Sozialdemokratische Partei in Polen. Im Rat der Stadt Swinemünde ist die SLD mit 9 von 21 Sitzen die stärkste Fraktion.

Feuerwehr Polen

v.l.n.r. Andrzej Lipiński, Kommandant, Josef Gietemann, stellv. Bürgermeister der Stadt Kleve, Leszek Labiś, Chef der Rettungsstaffel und der gebürtige Klever Willi Uttendorf, Förderer der Städtepartnerschaft, vor dem neuen Tanklöschfahrzeug.

Die Feuerwehren könnten ein Pfeiler der Städtepartnerschaft werden

Im Rahmen des Klever Delegationsbesuchs in Swinemünde besuchte der stellv. Bürgermeister Josef Gietemann auch die Hauptbrandwache Nr. 1 auf der linken Uferseite von Swinoujście (PL).  Swinemünde ist mit fast 42.000 Einwohnern die größte Stadt der Insel Usedom. Eine Delegation der Stadt Kleve, angeführt von Bürgermeister Theodor Brauer, besuchte vom 10.-12. August die Stadt an der Swine. Ziel des Treffens war es, sich kennenzulernen und Gemeinsamkeiten für eine Städtepartnerschaft auszuloten.

Gleich sehr freundschaftlich war die Begrüßung beim ersten Treffen zwischen dem Kommandanten und Chef der Berufsfeuerwehr Swinemünde, Andrzej Lipiński und Josef Gietemann, selber Hauptbrandmeister bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kleve, LZ Rindern. Im Anschluss an ein kurzes Gespräch über die Besonderheiten von Feuerwehren in Grenzregionen, folgte ein Rundgang durch die Feuerwache 1, bei dem der Feuerwehrchef Andrzej Lipiński und Leszek Labiś, Chef der Rettungsstaffel, gemeinsam die einzelnen Feuerwehrfahrzeuge vorstellte. Beim Rundgang mit dabei, Willi Uttendorf, gebürtiger Klever, der mit seiner Frau Lidia in Swinemünde lebt und eine der treibenden Kräfte für diese deutsch/polnische Städtepartnerschaft ist.

Ein besonderes Highlight gab es am Schluss der Führung. Das nagelneue 440-PS starke Scania-Tanklöschfahrzeug. Das Fahrzeug wurde beschafft, um einen neuen LNG-Gasterminal sowie die rechte Uferseite von Swinemünde im Brandfall zu schützen. Bei Fertigstellung wird das Scania-Löschfahrzeug in der neugebauten Feuerwache neben dem Gasterminal stationiert. Die Eröffnung ist für Juni 2016 geplant.

Neben der Berufsfeuerwehr gibt es auch noch zwei Freiwillige Feuerwehren auf den Inseln, die zur Stadt Swinemünde gehören.

Bürgermeister Theodor Brauer freute sich über dieses erste Treffen: „Die Kontaktaufnahme und den Austausch mit der Feuerwehr in Swinemünde unterstütze ich sehr, da die Feuerwehr für mich einen sehr hohen Stellenwert hat“.
„Die anvisierte Städtepartnerschaft bietet demnächst beiden Feuerwehren die Möglichkeit, die verschiedenen Techniken und Arbeitsweisen beiderseits der Grenzen kennen zu lernen. Wobei die Geselligkeit auch nicht zu kurz kommen darf“, betont der stellvertretende Bürgermeister Josef Gietemann, für den die erste Begegnung mit den Führungskräften der Swinemünder Feuerwehr ein „gutes Zeichen für eine kommende grenzüberschreitende Freundschaft“ ist. „Die Feuerwehren könnten ein Pfeiler der Städtepartnerschaft werden“.

 

In Swinemünde wurde bereits über den Besuch der Klever Delegation berichtet:

(Übersetzung aus der polnischen Presse)

Gäste aus Kleve sind begeistert von Swinemünde

Kleve ist eine Kreisstadt in Deutschland / Nordrhein-Westfalen/. Zwei Tage war eine Delegation der Stadt Kleve in Swinemünde zu Gast. Ziel des Treffens war es sich kennenzulernen und Gemeinsamkeiten für eine Städtepartnerschaft auszuloten. Ideengeber zur Kontaktknüpfung ist der Einwohner unserer Stadt – Willi Uttendorf.

– Die beide Orte sind mir sehr nah – sagt Willi Uttendorf und erklärt: – Meine Frau ist Polin, wir wohnen in Swinemünde, aber geboren bin ich in Kleve.

Kleve liegt etwa 7 Kilometer von der Grenze zu Holland und zählt fast 50 Tausend Einwohner. Hier wurde Kaiser Otto III geboren. Er war der erste Visionär eines gemeinsamen Europa und war ein Freund des heiligen Adalbert und des polnischen König Bolesław Chrobry. Auf dem hiesigen Friedhof befinden sich die Grabstätte von über 70 Polen, die im 2. Weltkrieg in der berühmten Jagdstaffeln 300, 304 und 305 der britischen Royal Air Force gekämpft haben und gefallen sind.

Zur Delegation aus Kleve gehörten: der Bürgermeister Theodor Brauer, die Vertreter der Parteien im Stadtrat sowie der Technische Beigeordnete (Stadtingenieur). Alle Anwesende waren begeistert von Swinemünde.

Wir freuen uns, dass wir zu Ihnen kommen konnten. Swinemünde ist eine berühmte Stadt, auch bei uns. Dank diesem Besuch können wir bestätigen, dass Sie in einem wirklich schönen Ort leben – sagten die Gäste aus Kleve bei einem Treffen mit dem Stadtpräsidenten Janusz Żmurkiewicz – Man kann auch sehen, dass die Stadt einen guten Haushälter hat.

Im Gegenzug äuβerte der Präsident Janusz Żmurkiewicz, dass er sehr angenehm überrascht sei, dass die Besucher aus Kleve so viel Wissen über Swinemünde gezeigt haben.

Ich denke, dass eine engere Zusammenarbeit zwischen Kleve und Swinemünde eine sehr gute Idee ist – fügte der Präsident hinzu.

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