Wahlprogramm: Gute Arbeit und Entwicklungsmöglichkeiten für Unternehmen

Unser Wahlprogramm für die Kommunalwahl

Kapitel 3: Gute Arbeit und Entwicklungsmöglichkeiten für Unternehmen

Im Rahmen der Wirtschaftsförderung müssen die Entwicklungsmöglichkeiten in Kleve geclustert, d.h. in Aufgabenbereiche aufgeteilt und Entwicklungsabsichten der vorhandenen bzw. ansiedlungswilligen Unternehmen unterstützt und gefördert werden. Firmen, die sich in Kleve wohlfühlen, wandern nicht ab.

Im Rahmen der Wirtschaftsförderung ist daher insbesondere der “Bestandspflege” vorhandener Unternehmen und Betriebe Rechnung zu tragen. Die Wirtschaftsförderung muss in enger Zusammenarbeit mit den euregionalen Partnern, den Wirtschaftsverbänden und Kammern neue Visionen für die Region, auch über die Landesgrenzen hinweg, entwickeln und diese an struktur- und wirtschaftspolitische Erfordernisse der deutsch/niederländischen Wachstumsregion ausrichten.

Die (inter-)regionale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wirtschaft und Mobilität muss in Richtung unserer niederländischen Nachbarkommunen ausgeweitet werden. Kleve kann noch stärker von der Grenzlage mit den Niederlanden profitieren. Die Grenze bildet noch immer eine Barriere, obwohl auf beiden Seiten der Grenze große ökonomische Möglichkeiten bestehen. Kleve sollte innerhalb der Euregio Rhein-Waal die Initiative ergreifen, damit die Verbindungen innerhalb der Grenzregion nachhaltig gestärkt werden.

3.1 Ressourcen für Wachstum

Das Gewerbegebiet in Materborn ist ein Erfolgsmodell. Wir wollen, dass dieses Gewerbegebiet interkommunal erweitert wird, um den dort ansiedlungswilligen Unternehmen Raum zur Entwicklung zu geben.

Die Dienstleistungen der Stadt Kleve für unsere Unternehmen und Wirtschaftspartner werden neu geordnet. Wir wollen eine Neustrukturierung der Kompetenzen zwischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Stadtmarketing mit dem Ziel der Fusion der beiden Geschäftsbereiche.

3.2 Technologie – Innovation – Existenzgründungen

Die Arbeit der Hochschule Rhein Waal, ihrer Studentinnen und Studenten sowie der Professorinnen und Professoren und Mitarbeiter fördert die Innovationstätigkeit in unserer Stadt. Wir wollen diese Innovationstätigkeit unterstützen und das Technologiezentrum TZK zu einem Technologie- und Innovationszentrum weiterentwickeln. Dies beinhaltet eine inhaltliche wie substanzielle Erneuerung. Insbesonders sollen Ausgründungen und Initiativen aus der Hochschule Rhein Waal (Spin-off ‘s) Berücksichtigung finden.

In Kleve wurde ein sog. Startercenter eingerichtet. Die SPD Kleve begrüßt diesen Schritt, der im Wesentlichen von der Industrie- und Handelskammer sowie den Handwerkskammern initiiert wurde. Die Arbeit des Startercenters und unserer Wirtschaftsförderungsgesellschaft muss allerdings flankiert werden von wissenschaftlicher Kooperation und der Nutzung bestehender Initiativen – wie beispielsweise der sog. Run-Initiative bzw. den Initiativen der Hochschulen in Arnheim und Nimwegen -. Hier sieht die SPD Kleve, insbesondere im Hinblick auf die Errichtung der Hochschule einen hohen Handlungsbedarf, um regionale Stärken herauszuarbeiten, den Strukturwandel zu begleiten und Standortvorteile weiter auszubauen.

3.3 Vergabepolitik

Die Vergabe von Bauleistungen an Generalunternehmer kommt nicht immer der lokalen Wirtschaft und dem lokalen Handwerk zu Gute. Darüber hinaus hat das örtliche Handwerk aufgrund der großen Ausschreibungslose – des Volumens der jeweiligen Ausschreibung – kaum eine Chance auf eine Auftragsvergabe. Die SPD Kleve fordert daher eine Vergabepolitik, in welcher – kleinere – Einzel- und Fachlose vergeben werden, um den lokalen Mittelstand näher in die kommunale Auftragsvergabe einzubeziehen.

3.4 Fachkräfte sichern

Der demografische Wandel der Bevölkerung wird auch in Kleve zu spürbaren Veränderungen führen. Wir wollen frühzeitig Konzepte entwickeln, um den Unternehmen in der Stadt Kleve ein zuverlässiges Angebot an Fachkräften zu sichern und die Stadt Kleve als Beschäftigungsstandort noch attraktiver zu machen.

Nach dem 25. Mai 2014 werden wir eine Initiative starten, die beinhaltet, in Zusammenarbeit bzw. Vernetzung mit den Arbeitsagenturen arbeitssuchenden Menschen einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz zusammen mit der passenden Kinderbetreuungsmöglichkeit anzubieten.

Arbeitssuchende Fachkräfte und aktive Ruheständler wollen wir über entsprechende Netzwerkinitiativen mit spezialisierten Unternehmen zusammen bringen, um die wertvollen Erfahrungen in die Wertschöpfungsprozesse mitzunehmen.

Das gesamte SPD-Wahlprogramm können Sie hier weiterlesen.

Vollständiges Wahlprogramm zum PDF-Download

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