Wahlprogramm: Gemeinsam für die beste Bildung

Unser Wahlprogramm für die Kommunalwahl

Kapitel 2: Beste Bildung

Frühes und erfolgreiches Lernen ist die Basis für ein gutes und eigenverantwortliches Leben jedes einzelnen Menschen in Kleve.

Wir wollen für unsere Kinder die besten Schulbedingungen.

Deshalb werden wir dafür Sorge tragen, dass ein abgestimmtes Konzept für eine regionale Bildungslandschaft erarbeitet und umgesetzt wird. Von der Ausstattung der Schulen bis zur Schülerbeförderung werden wir in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit unseren Nachbarkommunen optimale Lösungen für die Schülerinnen und Schüler erarbeiten.

Die Bildungspolitik der SPD steht für:

– ein abgestimmtes Konzept einer optimalen regionalen Bildungslandschaft (wohnortnahe Schule, gute Schülerbeförderung, koordinierte Bildungsangebote mit Bedarfsplänen, kein Kirchturmdenken)

– verpflichtende Mehrsprachigkeit (Niederländisch, Englisch, Förderung der Muttersprache) in Kitas und Schulen

– behindertengerechte Infrastruktur (Inklusion)

– Beratung zur Bildungslaufbahn (Übergangsberatung)

– enge Verzahnung von Bildung und Wirtschaft (Praktika)

– sozialverträgliche Preisgestaltung bei der Schulverpflegung

– Fortsetzung der Schulsozialarbeit.

Wir wollen die Inklusion von nichtbehinderten und behinderten Schülerinnen und Schülern im Unterricht an unseren Klever Schulen fördern.

2.1

Die vorhandenen Grundschulen sollen erhalten bleiben.

Nach Wegfall der Schulbezirke besteht für die Eltern Wahlfreiheit. Den dadurch bedingten Wettbewerb können die Grundschulen nur durch Erarbeitung individueller Konzepte bestehen. Individuelle Konzepte wie die Montessori-Schule finden unsere Unterstützung. Die Klever SPD begrüßt die Initiative der Landesregierung „kurze Beine – kurze Wege“ für eine wohnortnahe Grundschule.

2.2

Die Nähe zu den Niederlanden und der wünschenswerte Zuzug niederländischer Neubürgerinnen und Neubürger gebietet es, schon in den Kindergärten, jedenfalls aber in der Grundschule die Bilingualität, also die Unterrichtung sowohl in der deutschen als auch in der niederländischen Sprache, zu praktizieren. Dies wäre ein weiterer Beweis für die Offenheit unserer im Herzen Europas gelegenen Stadt. Die Bilingualität gewährleistet nicht nur eine bessere Integration niederländischer Mitbürgerinnen und Mitbürger, sondern ermöglicht es unseren Kindern auch, in den Niederlanden zu studieren, dort eine Berufsausbildung zu absolvieren und ggf. dort auch ihren Beruf auszuüben.

2.3

Sichere bedarfsgerechte Ganztagsbetreuung gilt es zu fördern. Die SPD begrüßt Ganztagsschulen als Teil eines sozial gerechten und leistungsfähigen Schulsystems.

2.4

Wir sprechen uns als Sozialdemokraten im Übrigen für eine kostengünstigere Schülerbeförderung im Stadtgebiet aus. Dies insbesondere im Hinblick auf die durch den Wegfall der Schulbezirke gegebene Freiheit bei der Schulwahl.

 2.5

Bildung ist auch ein Standortfaktor. Die SPD Kleve fordert daher, die Wirtschaft stärker in einen Dialog mit den Schulen einzubinden. Darüber hinaus müssen die Bildungseinrichtungen aller Schulen besser miteinander vernetzt werden, um den Übergang zwischen den Schulformen einfacher zu gestalten.

Die Hochschule Rhein-Waal ist ein Gewinn für Kleve und sollte zur Optimierung des Schulangebots eingebunden werden. Damit kann das Bildungsangebot in unserer Stadt und im Gesamtkreis Kleve entscheidend verbessert und erweitert werden. Akademische Bildung ist jedoch nicht alles. Die SPD Kleve regt an, die Hochschule auch für Fortbildungsangebote für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu erschließen und einen Zugang für alle Bürgerinnen und Bürger zu schaffen.

2.6

Die SPD setzt sich für ein kostenloses Mittagessen für alle Schülerinnen und Schüler an Ganztagsschulen ein.

Ausbildung/Zweiter Bildungsweg/Erwachsenenbildung

Wir wollen allen Menschen in Kleve Ausbildung und Arbeit ermöglichen und wollen eine gemeinsame Aktion von Kreis, Arbeitsverwaltung, Kammern, Gewerkschaften, Hochschule, Berufskolleg und Wirtschaftsförderung ins Leben rufen.

Wir setzen uns dafür ein, dass jeder Schulabgänger nach der Schulausbildung die Perspektive einer beruflichen Ausbildung hat. Alle bekommen eine Chance!

Deshalb:

– grenzüberschreitendes Netzwerk für Arbeit und Ausbildung

– Gewährleistung einer ersten Berufsausbildung

– Ausweitung der Hochschulangebote / weitere wissenschaftliche Disziplinen

– alle Schulabschlüsse auch im zweiten Bildungsweg

– Standorte und Angebote der Berufskollegien verbreitern (Zweigstellen, berufliche Weiterbildung)

2.7

Gerade die Errichtung der Hochschule erfordert auch eine verstärkte Abstimmung und Vernetzung des Bildungsangebotes mit unseren Nachbarkommunen im Kreis. Unnötige Konkurrenz von Bildungsangeboten im Kreis gilt es zu vermeiden.

Aus Anlass der Errichtung der Hochschule unterstreichen wir Sozialdemokraten unsere Forderung, dass Bildung bis zur ersten abgeschlossenen Berufsausbildung für alle kostenfrei sein muss.

Das gesamte SPD-Wahlprogramm können Sie hier weiterlesen.

Vollständiges Wahlprogramm zum PDF-Download

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