Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen des OV-Kleve: CDU/CSU und FDP blockieren Gleichstellung!

asf

Der Arbeitskreis sozialdemokratischer Frauen des SPD-Ortsvereins Kleve bedauert sehr, dass es bei der heutigen Abstimmung im Deutschen Bundestag keine Mehrheit für die längst überfällige Einführung einer gesetzlichen Frauenquote in Aufsichtsräten börsennotierter Unternehmen gab.

Damit haben CDU/CSU und FDP ein weiteres Mal die Chance vergeben, einen wichtigen Schritt in Richtung Gleichstellung der Frauen auf dem Arbeitsmarkt zu machen.
Die letzten 12 Jahre haben gezeitigt: die Selbstverpflichtungen der Unternehmen, wenn es um die Besetzung von Frauen in Führungsposition ging, hat zu keiner signifikanten Erhöhung des Frauenanteils in Vorständen und Aufsichtsräten geführt.

Ganz anders sieht es bei unseren europäischen Nachbarn durch die Einführung der Quote aus: In Italien stieg der Frauenanteil in Führungspositionen um 4,5 Prozentpunkte auf 11%, während in Frankreich die Unternehmen gesetzlich verpflichtet sind, bis 2014 mindestens 20 % und bis 2017 40 % der höchsten Entscheidungsgremien mit Frauen zu besetzen.
Hier wollte die SPD-Bundestagsfraktion gleichziehen und hat zusammen mit der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der eine gesetzliche Frauenquote von 30 % in Aufsichtsräten vorsieht. Dieser wurde in der heutigen Abstimmung durch die Stimmen von CDU/CSU und FDP leider abgelehnt.
Die ASF-Frauen des SPD-Ortsvereins bedauern, dass die Frauen aus der CDU/CSU Fraktion ihr Wort nicht gehalten haben und sich von Merkel durch das Versprechen, eine Quote ab dem Jahr 2020 einzuführen, vertrösten lassen haben. Dies ist keine Lösung, sondern eine Vertiefung des Problems! Die Quote muss jetzt eingeführt werden, damit die ersten Resultate ab 2020 sichtbar sind.
Die Aufschiebung der Quoten bedeutet in der Konsequenz, dass die deutsche Wirtschaft an internationaler Wettbewerbsfähigkeit innerhalb Europas verliert, indem sie gut ausgebildete Frauen nicht an adequater Stelle einsetzt. 60% der Hochschulabsolventen sind Frauen – das Argument, es gäbe nicht genug qualifizierte Frauen, ist somit schlichtweg falsch.

Helga Duenbostell
AsF-Vorsitzende

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